Im Rahmen des Frauenkulturfestivals Ars Femina zeigt der Filmvereins Perspektive Kino Amstetten am 20. März 2024 um 19.30 Uhr den Film „Glory to the Queen“ im Rathaussaal Amstetten.
Im Gegensatz zur Situation in den Schachturniersälen dieser Welt, sind im Rathaussaal sind an diesem Abend die Frauen in der Überzahl.
Der Film schildert das Leben von vier Schachspielerinnen aus Georgien, die in den 60er Jahren alles gewonnen haben.
Nana Alexandria, Nona Gaprindaschwili, Nana Iosseliani und Maia Tschiburdanidze gewähren Einblicke in ihr Leben am Schachbrett und abseits des Schachbretts. Sie sind Vorbilder für viele Frauen und Mädchen in Georgien.
Er erzählt auch von Reporterin Milunka Lazarević. Als Schachreporterin hat sie eine Vorreiterrolle eingenommen.
Im Anschluss an den Film findet eine Podiumsdiskussion statt. Frau Helga Steinacher als Leiterin der Akademie der Kultur.Region.Niederösterreich moderiert diese. Frau Tatia Skhirtladze gibt als Regisseurin interessante Einblicke in die Entstehung des Films. Frau Mag. Sonja A. Hohendanner berichtet als Damenreferentin des niederösterreichischen Schachverbands von der Situation Schachsportlerinnen 2024.
Nach einem sehr interessanten Abend, der Geschichte, Kunst und Schach verbunden hat, gehen alle ihrer Wege.
Bericht: Mag. Sonja Hohendanner
Aus der Sicht des Besuchers:
(von Prof. Winfried Wadsack MEd)
Üblicherweise berichtet man von Turnieren oder Meisterschaften. Dieser Bericht aber ist über einen Film. Daher fand am 20.03.2024 in Amstetten ein Ereignis der besonderen Art statt.
In Amstetten gab es nämlich das Frauenkulturfestival Ars Femina. Der Filmverein Perspektive Kino Amstetten zeigte im vollen Rathaussaal den Film, Glory to the Queen.
Die Regisseurin des Films, Tatia Skhirtladze, unterrichtet seit 2011 am Institut für Kunstwissenschaften und Kunstpädagogik an der Universität Wien im Bereich angewandte Kunst.
So betrieb sie für dieses Projekt ortsspezifische Recherchen. Auf eine überaus ansprechende Art wurden 4 georgische Spitzenschachspielerinnen vorgestellt. Nona Gaprindaschwili, Nana Alexandria, Maia Tschiburdanidse und Nana Iosseliani stammen aus derselben Stadt und sind innerhalb einer Generation geboren. Nona Gaprindaschwili und Maia Tschiburdanidse errangen auch jeweils den Titel einer Schachweltmeisterin der Frauen. Diese 4 Frauen waren nahezu 30 Jahre lang (1962-1991) an der Spitze des Frauenschachsports. Zu ihrer Zeit waren sie in Georgien Nationalheldinnen. In dieser Zeit wurden interessanterweise viele Kinder nach ihnen benannt. Die Geschichte dieser 4 Spitzenschachspielerinnen wird im Film von der leider inzwischen verstorbenen Schachspielerin und Schachjournalistin, Milunka Lazarević, erzählt.
Nona Gaprindaschwili und Maia Tschiburdanidse waren die ersten Frauen, die den Titel Großmeister errangen. Diesen Titel trugen damals sonst nur Männer. In ihrer Epoche waren die 4 Georgierinnen Idole und Vorbild für die Jugend, welche sie für den Schachsport begeisterten.
Nach dem Film moderierte die Obfrau des Filmvereins Perspektive Kino Amstetten, Helga Steinacher, eine Diskussion über diesen interessanten Film, an der auch die 2. Präsidentin des NÖSV, Mag. Sonja Hohendanner, und der Obmann des Schachklubs Amstetten, Prof. Winfried Wadsack MEd, teilnahmen.